Und die ersten schlechten Nachrichten

Wir haben heute eine Email von unserem Architekten bekommen (bzw gestern schon einen Anruf, aber jetzt haben wir es schwarz auf weiß). Das Büro hat mit der Stadt Fürth bezüglich der Dauer für eine Baugenehmigung gesprochen. Die Antwort war leider, dass wir uns schon auf 4 bis 6 Monate einrichten müssen, und das auch nur, wenn alles passt. Unser Bauzeitenplan geht aber von sportlichen 12 Wochen aus. So wie es aussieht dürfen wir also mit ordentlich Verzögerung rechnen.

Wir waren fleißig

und haben das erste richtig schöne frühlingshafte Wochenende genutzt und uns an den Garten gemacht. Der ursprüngliche Plan war zunächst nur die Bäume weg zu machen, die in unserer Baugrube stehen würden. Nachdem der erste aber gleich umgefallen ist, als wir mit dem fällen anfangen wollten und die anderen Bäume nicht viel besser aussahen, haben wir entschlossen alle Obstbäume zu fällen.

Eigentlich dachten wir auch, dass wir den hinteren Walnussbaum wegen der Baumschutzverordnung stehen lassen müssen, aber nach genauem Nachmessen stand fest, er kann doch weg. Das war natürlich eine größere Herausforderung. Schließlich war der mehrere Meter hoch. Aber wir haben ihn ab bekommen ohne irgendwas kaputt zu machen. Das Holz haben wir jetzt erstmal zum Trocknen gelagert. Eventuell wird es in ein paar Jahren mal in der Holzwerkstatt im Keller verarbeitet.

Jetzt sieht es schon fast leer aus, aber es kommen ja wieder neue Bäume hin. Erstmal wird aber noch leerer. Wir haben das Gartenhaus verkauft. Ich hatte es mehr aus Spaß auf ebay gestellt, hatte aber nicht mit diesem Zulauf gerechnet. Noch am selben Tag hatten wir 5 Anfragen und eine Besichtigung. Der Käufer hat dann auch gleich zugesagt und eine Anzahlung da gelassen. Im März wird er es abbauen und mitnehmen.

Nach ein paar Eindrücke:

Wir haben eine Küche gekauft

Wie schon in früheren Beiträgen (hier und hier) angedeutet kriegt unser Haus auch eine ganz neue Küche. Diese haben wir zwischenzeitlich auch gekauft. „Jetzt schon?“ sind wir inzwischen öfter gehört. Ja, tatsächlich schon so früh, weil LUXHAUS ja die ganze Anschlusspläne für die Küche braucht.

Der Küchenkauf

Wir waren ja im Herbst schon einmal in Hirschaid beim XXXL Neubert. Damals noch, weil wir dachte, dass die die Aktionsküche von Hansehaus verkaufen. Dort hat man uns ja freundlicherweise einfach mal unsere Wunschküche zusammengebaut, damit wir sie ins Budget einplanen konnten, obwohl von Anfang an klar war, dass wir erstmal keine Küche kaufen würden. Daran haben wir uns natürlich erinnert, und sind dort direkt wieder hingefahren. An einem Nachmittag, mit 2 Kindern im Gepäck und natürlich wieder ohne Termin. Gerne wollte wir auch wieder zur gleichen Beraterin. Und siehe da, man hatte Zeit für uns, bzw hat diese geschaffen. Unsere Wunschküche war auch noch gespeichert, sodass wir nicht wieder von vorne anfangen mussten. Wir haben trotzdem nochmal mehrere Stunden gebraucht, um alles tatsächlich „fertig“ (siehe unten) zu planen. Dann kam das Angebot. Das haben wir dann noch gut runter gehandelt und uns noch zusätzlich einen 500 Euro Gutschein geben lassen und haben unterschrieben (gibt ja schließlich eine Bestpreis-Garantie, falls wir es wo anders günstiger bekommen).

Wir habens dann nochmal bei Flamme versucht. Dort haben wir unsere jetzige Küche gekauft, mit der wir sehr zufrieden sind. Im Grunde hat der dortige Berater 1:1 meine Vorlage nachgebaut (das wäre ja wichtig gewesen, damit die Angebote vergleichbar sind). Das Angebot fiel deutlich höher aus als das, was wir bezahlt haben. Als wir dann keinen Vertrag unterschreiben wollten, wurde es fast etwas unangenehm. Der Berater und der Abteilungsleiter waren nämlich sehr hartnäckig und wir wurden unerlässlich gefragt, was sie denn machen müssen, damit wir unterschreiben. Und die Schlechtes-Gewissen-Nummer ala „Jetzt hab ich da so viel Arbeit und Zeit reingesteckt und es warten ja so viele Leute hier“ kam dann auch noch. Da waren wir froh, dass wir unsere Küche schon hatten.

Die Küche

Und so wird unsere Nobilia Küche dann wohl aussehen.

Zumindest so ähnlich. Leider lässt sie in die Online-Planern nicht alles abbilden, was die im Küchenstudio dann tatsächlich machen können. Zum Beispiel ist hier unsere tiefere Arbeitsplatte hinter dem Kochfeld nicht abgebildet. Da kommen nämlich noch 30 cm mehr und ein Schrank hin.

Die genauen Farben von Arbeitsplatte und den Fronten und einige Details legen wir dann fest kurz bevor die Küche tatsächlich bestellt wird. Das wird wahrscheinlich im Herbst der Fall sein.

Grundriss Entscheidungen

Heute mal ein Eintrag mit vielen Bildern.

Es stehen so langsam mal ein paar Entscheidungen in Sachen Grundriss an, damit der Architekt den Bauantrag fertig machen kann. Ich hab auf den Bildern unten in Sweet Home 3D mal so gut es ging nachgestellt, was der aktuelle Stand ist und über welche Veränderungen wir uns gerade Gedanken machen. In den leeren Raum rechts unten im Erdgeschoss kommt übrigens die Küche, die wir inzwischen auch schon gekauft haben. Dazu kommt demnächst ein Eintrag.

Überlegungen im Erdgeschoss

  • Hellblau: Hebeschiebetüre zur Terrasse von 3.00m auf 3.57m vergrößern
  • Dunkelblau: Durchgang zur Küche (dort machen wir dann bauseits eine Glasschiebetüre hin) vergrößern. Maximale Größe schätze ich da mit 1760cm ein, damit ich keine maßangefertigte Türe brauche
  • Rot: Wand und Türe soweit in den Raum reinziehen, dass sie mit dem Sofa abschließt und man quasi eine Fernseh-Nische hat

Überlegungen im Obergeschoss

  • Grün: Bodentiefe Fenster an der Ostseite (Schlafzimmer, Ankleide und Bad) schmäler machen (maximal 1m). Momentan sind sie 1.16m, können dann aber nicht ganz mittig platziert werden, weil wir sonst den Schrank nicht reinbekommen.
  • Gelb: Lichtbänder im Schlafzimmer und den Kinderzimmern verbreitern von 1.16m auf 2.01m, damit mehr Licht reinkommt und das Bild an der Fassade stimmiger wird.

Hier nochmal die Ansichten in 3D:

Sicher sind wir uns eigentlich bei der Hebenschiebetüre und dem Durchgang zur Küche. Was die restlichen Fenster angeht, müssen wir bei LUXHAUS noch anfragen, welche Standardmaße es gibt.

Am schwierigsten finden wir die Frage mit der TV-Nische. Zum einen ist es bestimmt schön gemütlich, aber wir machen uns etwas Sorgen, dass wir uns dann eingesperrt vorkommen. Auf der anderen Seite, müssten wir sonst den Fernseher quasi direkt an die Kante hängen, weil er sonst nicht mittig zum Sofa ist, was ich mir auch komisch vorstellen. Schwierige Entscheidung also. Wir wären für Feedback sehr dankbar.

Ver- und Entsorgungspläne

Es hätte alles so einfach sein können… LUXHAUS bietet nämlich an sich um sämtliche Anschluss (Wasser, Abwasser, Strom, Internet) zu kümmern und die ganze Kommunikation mit den Versorgern zu übernehmen. ABER… bei uns klappt das nicht. Unser Grundstück ist ja komplett über Privatwege erschlossen ist und es war anfangs auch nicht so genau bekannt, wem welche Leitungen bzw Kanäle darin überhaupt gehören etc. Also alles in Allem etas kompliziert. Unser LUXHAUS Berater hat uns deswegen von dem Service abgeraten. Da laufen wir Gefahr, dass Probleme viel zu spät bekannt werden würden. Wir dürfen also selbst von Pontius zu Pilatus laufen.

Allerdings muss ich sagen, bisher lief das alles ganz gut und mit weit weniger Aufwand als erwartet:

Versorgung

Strom, Wasser und Internet bekommen wir aus einer Hand bei der infra Fürth. Also das Internet kommt natürlich von der Telekom, aber die infra verlegt das mit. Gas würden wir dort auch bekommen, brauchen wir aber ja nicht, weil wir komplett mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe heizen werden.

Zuerst haben wir uns eine Planauskunft eingeholt. Also eine Karte, auf der genau eingezeichnet ist, wo welche Kabel laufen. Die kann man erfreulicherweise einfach online beantragen und bekommt sie dann als pdf – sehr angenehm. Das Nächste ist dann der Antrag auf einen Hausanschluss. Das ist ein zweiseitiges Formular, das man auch online herunter laden kann und dann per Mail schickt. Dazu brauchen wir jetzt noch zwei Pläne von unserem Architekten. Einmal den Lageplan mit eingezeichnetem Haus und einmal den Grundriss des Kellers. Dann macht die infra uns ein Angebot, das wir im Grunde annehmen müssen, weil es keine Alternative gibt.

In der Planauskunft konnten wir dann auch lesen, dass die verlegten Stromleitungen komplett der infra gehören und es somit keine Probleme mit Anschlussrechten geben sollte. Das hat uns natürlich sehr gefreut, weil das bisher so ein bisschen unsere Sorge war.

Entsorgung

Unser zweites Sorgenkind ist der Kanal. Es gibt einen alten und einen neuen Kanal in der Straße. Anschlussrecht haben wir auf den alten. Über den haben wir schon die verschiedensten Sachen gehört. Von „völlig in Ordnung“ über „versandet“ bis „komplett marode“ war alles dabei. Deshalb bleibt uns da nichts anderes übrig, als von einer Kanalfirma eine Kamerabefahrung machen zu lassen, damit wir keine bösen Überraschungen erleben, wenn es dann Zeit für den Anschluss ist. Die ist für Freitag geplant.

Vorher haben wir uns schon durch das Archiv der Stadt Fürth gewühlt und Pläne von den Kanälen gesucht und auch gefunden. Dabei haben wir auch herausgefunden, dass der neue Kanal nicht gebaut wurde, weil der alte kaputt war. Der alte hatte schlicht nicht die Kapazitäten für alle Häuser. Das gibt uns natürlich Hoffnung, dass doch alles in Ordnung ist.

Alle Infos und Pläne, die wir so jetzt zusammen bekommen haben, haben wir an LUXHAUS und unseren Architekten weitergeleitet, damit der dann demnächst die Pläne für unseren Bauantrag finalisieren kann.