Planungsabschluss

Mit fast 4 Monaten Verspätung ist es endlich vollbracht. Der Planungsabschluss! Wir haben alle Pläne etc für den Bauantrag abgenommen und unterschrieben, dass jetzt alles passt. Genauso wird also jetzt gebaut werden (kleine Abweichungen bei der Bemusterung kann es natürlich immer geben).

Die fast 4 Monate Verspätung beziehen sich auf unseren alten Bauzeitenplan. An dieser Stelle sei nochmal betont, dass LUXHAUS mit dieser Verspätung absolut nichts zu tun hat. Niemand konnte, etwas dafür dass unser Boden so komisch ist und wenn dann kann man die Verzögerung auf die langsame Kommunikation mit den verschiedenen Erdbauern schieben und darauf, dass wir so lange gebraucht haben, um uns für eine Lösung zu entscheiden.

Jetzt warten wir gespannt auf den neuen Zeitplan, den wir leider noch nicht bekommen haben.

Ergebnisse des Bodengutachtens und die Folgen

Drei Wochen nach den Untersuchungen auf unserem Grundstücks, kam das Bodengutachten bei uns an. Wie bereits bei der Analyse befürchtet, ist das Ergebnisse wenig befriedigend. Aber genauer:

Unser Boden besteht aus 4 Schichten (von oben nach unten):

  • Mutterboden: ungefähr 30cm
  • umgelagerter Boden: Schluff, stark sandig, ca 60cm
  • fluviatile Sedimente: Sand, gute 3,5m -> gut wasserdurchlässig
  • Verwitterungslehm: Ton, 50cm -> nicht wasserdurchlässig

Der Wasseranschitt liegt bei etwa 3,5m bis 4,2m unter Geländeoberkante, der Bemessungswasserstand etwa 2m unter Geländeoberkante. Außerdem steht da folgendes

nach Starkregenereignissen vollständige Porenwassersättigung (Wassersättigung im Porenraum des Bodens) bis GOK möglich (Pfützenbildung).

Man muss sich das also so vorstellen, dass das Wasser zwar durch den Sand wunderbar durchfließt, aber sich dann an der Lehmschicht aufstaut, im schlimmsten Fall bis oben.

Folgende Probleme ergeben sich daraus für uns

  • Um den oben beschriebenen Badewanneneffekt zu verhindern und zu vermeiden, dass unser Haus irgendwann mal einfach davon schwimmt, muss es speziell im Boden verankert werden -> Mehrkosten
  • Eine bauzeitliche Wasserhaltung während der Erstellung des Kellers ist erforderlich, wir müssen also evtl eindringendes Wasser, während der Bauzeit aus der Baugrube rauspumpen -> Mehrkosten
  • Die Baugrubenböschung soll eine maximale Neigung von 45° haben und muss mit Folie abgedeckt werden; tja, wird nichts mit der 60° Böschung, die wir an der nordöstlichen Grundstücksgrenze eingeplant hatten -> Mehrkosten

Mit der 45° Böschung müssten wir also gute 5,5m Abstand von der Grenze halten, statt der geplanten 3m. Das Haus müsste also ziemlich genau in die Mitte des Grundstücks gerückt werden, und auch dann wäre alles ziemlich knapp. Außerdem wäre es dann zu eng für ein Doppelcarport auf der einen Seite des Hauses.

Eine Alternative wären Spundwände bzw ein Berliner Verbau, um die Baugrube abzufangen. Wir haben also angefangen Erdbauer deswegen anzufragen. Zusätzlichen zu denen, mit denen wir ohnehin schon in Kontakt waren, habe ich fast 10 Erdbauer angefragt. 2 haben abgesagt, die restlichen haben gar nicht geantwortet. Nur ein weiteres Angebot haben wir erhalten. Wir sollten uns mal auf gute 35.000 Euro Mehrkosten einstellen. Das war natürlich in der Finanzplanung nicht vorgesehen und auch schwierig abzufangen. Wir haben also viel mit unserem Architekten hin und her überlegt, was eine gangbare Lösung wäre, und hatten uns schon fast damit abgefunden, dass das Haus in die Grundstücksmitte muss. Glücklicherweise hat uns der Erdbauer, den wir bis dahin präferiert haben, dann noch ein passendes Angebot bekommen. Wir haben das Haus dann noch etwas mittiger platziert und so also einen guten Kompromiss gefunden.

Richtfest

… nur leider nicht unseres, sondern das unsere zukünftigen Nachbarn. Da waren wir letzte Woche und haben uns nett unterhalten. Die Kinder freunden sich auch schon an. Unser Grundstück gleicht inzwischen fast einem Urwald. Faszinierend, was da so alles wächst. Der Walnussbaum lässt auf reiche Ausbeute im Herbst hoffe und sogar Erdbeeren haben wir gefunden 🙂

Nun aber zur interessanten Frage: Wie geht es denn mit unserem Bauvorhaben voran? Es hat sich ja jetzt alles ziemlich lange hingezogen, aber jetzt sind alle offenen Fragen geklärt (mehr dazu noch in einem separaten Beitrag) und gerade hatten wir das abschließende Telefonat mit unserem Architekten. Ende der Woche bekommen wir voraussichtlich die Unterlagen für den Bauantrag. Einen neuen Bauzeitenplan gibt’s auch bald und dann sehen wir mal, ob es noch mit einem Baubeginn 2019 klappt, wobei ich da eher skeptisch bin. Das hängt dann auch viel davon ab, wie schnell die Stadt beim genehmigen ist.

Kurzes Update

Wir hatten inzwischen 5000 Aufrufe! Vielen Dank für euer Interesse

Leider lief es in letzter Zeit auch etwas schleppend. Deswegen kamen nicht viele Beiträge. Die Ergebnisse des Bodengutachtens machen uns ein wenig das Leben schwer. Der Boden ist sehr sandig. Zusätzlich ist der Wasserstand relativ hoch. Um exakt so bauen zu können, wie es vor dem Gutachten geplant war, müssten wir diverse Maßnahmen ergreifen. Diese würden aber zu gut 35.000 Euro Mehrkosten führen. Das können wir so vermutlich nicht auffangen. Deswegen sind wir derzeit dabei eine etwas kostengünstigere Lösung zu finden, die aber gleichzeitig nicht alle unsere Pläne zunichte macht.

Gartenaufräumaktion

Wir haben es genutzt, dass das Wetter am Samstag schöner war als angekündigt und haben uns unseren restlichen Gartenabfällen angenommen. Die Überbleibsel der Baumfällaktion lagen ja noch auf dem Grundstück. Zudem war gerade Gartenabfallsammlung der Stadt.

Auf dem Bild sieht es nach gar nicht so viel aus, aber es war schon jede Menge Holz. Der ursprüngliche Plan war, alles klein zu schneiden, in Gartenabfallsäcke (Affiliate Link) zu stecken und wegzufahren. Glücklicherweise ist es dazu nicht gekommen, weil dann wären wir vermutlich bis abends beschäftigt gewesen. Zuerst haben wir von einem Nachbarn einen Asthäcksler bekommen, der uns schonmal viel Arbeit abgenommen hat. Etwas später kam dann noch ein anderer Nachbar und meinte, wir sollen die Sachen einfach auf den Hänger werfen, der bei ihm am Hof steht (sieht man oben rechts im Bild). Nachdem der Hänger dann auch noch direkt in unserem Garten geparkt wurde, war die Arbeit ruckzuck erledigt. Vielen Dank nochmal an dieser Stelle!

Die großen Äste und Stämme holt sich Nachbar Nummer 3 demnächst für den Holzofen.

Am spannendsten war der Haufen links im Bild. Der war nämlich schon da, bevor wir das Grundstück gekauft hatten. Entsprechend kam unter den Zweigen und trockenen Blättern humusartige Erde zum Vorschein. Den Erdhügel haben wir dann gelassen und Sommerblumen ausgesät. Vielleicht werden die ja was und ein paar Bienen freuen sich darüber.

Die ganze Aktion hat sich auf jeden Fall schon deutlich mehr nach Landleben als nach Stadt angefühlt. In allen Garten in der Nachbarschaft wurde vor sich hin gewerkelt und wir haben jede Menge Tiere gehört:

  • Hunde
  • Hahn
  • Kühe
  • einen Specht
  • Klapperstorch