Grundriss Entscheidungen

Heute mal ein Eintrag mit vielen Bildern.

Es stehen so langsam mal ein paar Entscheidungen in Sachen Grundriss an, damit der Architekt den Bauantrag fertig machen kann. Ich hab auf den Bildern unten in Sweet Home 3D mal so gut es ging nachgestellt, was der aktuelle Stand ist und über welche Veränderungen wir uns gerade Gedanken machen. In den leeren Raum rechts unten im Erdgeschoss kommt übrigens die Küche, die wir inzwischen auch schon gekauft haben. Dazu kommt demnächst ein Eintrag.

Überlegungen im Erdgeschoss

  • Hellblau: Hebeschiebetüre zur Terrasse von 3.00m auf 3.57m vergrößern
  • Dunkelblau: Durchgang zur Küche (dort machen wir dann bauseits eine Glasschiebetüre hin) vergrößern. Maximale Größe schätze ich da mit 1760cm ein, damit ich keine maßangefertigte Türe brauche
  • Rot: Wand und Türe soweit in den Raum reinziehen, dass sie mit dem Sofa abschließt und man quasi eine Fernseh-Nische hat

Überlegungen im Obergeschoss

  • Grün: Bodentiefe Fenster an der Ostseite (Schlafzimmer, Ankleide und Bad) schmäler machen (maximal 1m). Momentan sind sie 1.16m, können dann aber nicht ganz mittig platziert werden, weil wir sonst den Schrank nicht reinbekommen.
  • Gelb: Lichtbänder im Schlafzimmer und den Kinderzimmern verbreitern von 1.16m auf 2.01m, damit mehr Licht reinkommt und das Bild an der Fassade stimmiger wird.

Hier nochmal die Ansichten in 3D:

Sicher sind wir uns eigentlich bei der Hebenschiebetüre und dem Durchgang zur Küche. Was die restlichen Fenster angeht, müssen wir bei LUXHAUS noch anfragen, welche Standardmaße es gibt.

Am schwierigsten finden wir die Frage mit der TV-Nische. Zum einen ist es bestimmt schön gemütlich, aber wir machen uns etwas Sorgen, dass wir uns dann eingesperrt vorkommen. Auf der anderen Seite, müssten wir sonst den Fernseher quasi direkt an die Kante hängen, weil er sonst nicht mittig zum Sofa ist, was ich mir auch komisch vorstellen. Schwierige Entscheidung also. Wir wären für Feedback sehr dankbar.

Ver- und Entsorgungspläne

Es hätte alles so einfach sein können… LUXHAUS bietet nämlich an sich um sämtliche Anschluss (Wasser, Abwasser, Strom, Internet) zu kümmern und die ganze Kommunikation mit den Versorgern zu übernehmen. ABER… bei uns klappt das nicht. Unser Grundstück ist ja komplett über Privatwege erschlossen ist und es war anfangs auch nicht so genau bekannt, wem welche Leitungen bzw Kanäle darin überhaupt gehören etc. Also alles in Allem etas kompliziert. Unser LUXHAUS Berater hat uns deswegen von dem Service abgeraten. Da laufen wir Gefahr, dass Probleme viel zu spät bekannt werden würden. Wir dürfen also selbst von Pontius zu Pilatus laufen.

Allerdings muss ich sagen, bisher lief das alles ganz gut und mit weit weniger Aufwand als erwartet:

Versorgung

Strom, Wasser und Internet bekommen wir aus einer Hand bei der infra Fürth. Also das Internet kommt natürlich von der Telekom, aber die infra verlegt das mit. Gas würden wir dort auch bekommen, brauchen wir aber ja nicht, weil wir komplett mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe heizen werden.

Zuerst haben wir uns eine Planauskunft eingeholt. Also eine Karte, auf der genau eingezeichnet ist, wo welche Kabel laufen. Die kann man erfreulicherweise einfach online beantragen und bekommt sie dann als pdf – sehr angenehm. Das Nächste ist dann der Antrag auf einen Hausanschluss. Das ist ein zweiseitiges Formular, das man auch online herunter laden kann und dann per Mail schickt. Dazu brauchen wir jetzt noch zwei Pläne von unserem Architekten. Einmal den Lageplan mit eingezeichnetem Haus und einmal den Grundriss des Kellers. Dann macht die infra uns ein Angebot, das wir im Grunde annehmen müssen, weil es keine Alternative gibt.

In der Planauskunft konnten wir dann auch lesen, dass die verlegten Stromleitungen komplett der infra gehören und es somit keine Probleme mit Anschlussrechten geben sollte. Das hat uns natürlich sehr gefreut, weil das bisher so ein bisschen unsere Sorge war.

Entsorgung

Unser zweites Sorgenkind ist der Kanal. Es gibt einen alten und einen neuen Kanal in der Straße. Anschlussrecht haben wir auf den alten. Über den haben wir schon die verschiedensten Sachen gehört. Von „völlig in Ordnung“ über „versandet“ bis „komplett marode“ war alles dabei. Deshalb bleibt uns da nichts anderes übrig, als von einer Kanalfirma eine Kamerabefahrung machen zu lassen, damit wir keine bösen Überraschungen erleben, wenn es dann Zeit für den Anschluss ist. Die ist für Freitag geplant.

Vorher haben wir uns schon durch das Archiv der Stadt Fürth gewühlt und Pläne von den Kanälen gesucht und auch gefunden. Dabei haben wir auch herausgefunden, dass der neue Kanal nicht gebaut wurde, weil der alte kaputt war. Der alte hatte schlicht nicht die Kapazitäten für alle Häuser. Das gibt uns natürlich Hoffnung, dass doch alles in Ordnung ist.

Alle Infos und Pläne, die wir so jetzt zusammen bekommen haben, haben wir an LUXHAUS und unseren Architekten weitergeleitet, damit der dann demnächst die Pläne für unseren Bauantrag finalisieren kann.

Grillen

Um unsere neuen Nachbarn ein bisschen besser kennen zu lernen, haben wir ein kleines Grillfest auf unserem Grundstück veranstaltet. Wir haben alle angrenzenden Nachbarn eingeladen. Erfreulicherweise sind fast alle gekommen. Alle waren sehr nett und es gab sogar Kuchen und eine Flasche Sekt.

Nur das Wetter hat nicht so mitgespielt. Wir standen also mit unserem geliehenen Grill und zwei Kästen Bier in Regen und Kälte. Trotzdem war es sehr angenehm. Wir haben auch noch ein paar Infos über beispielsweise die Bodenbeschaffenheit bekommen. Auch wenn es nur ein ernüchterndes „Also bei uns war alles drin, Lehm, Felsen, Wasserlinsen“ war. Umso gespannter sind wir auf unser Bodengutachten.

Architektentermin

Am 8.1 hatten wir nun unseren zweiten Termin mit unserem Architekten. Wir haben uns zuerst mit ihm auf dem Grundstück getroffen, damit er sich selbst eine Bild von der Lage machen konnte. Anschließend ging es wieder zu uns nach Hause. Herr A. war natürlich bestens informiert und hat der Bauherrin zum Geburtstag einen großen Blumenstrauß überreicht.

Nachdem, wie beim letzten Mal, Rechner und mobiler Beamer aufgebaut waren, ging es direkt an die Planungen. Zuerst haben wir uns darüber unterhalten, wie das Haus auf dem Grundstück platziert werden soll und wo der Carport am einfachsten zu erreichen sein wird. Alles nicht so einfach, da schon einfache Dinge wie ein Loch graben die Position des Hauses bestimmen. Da man eine Baugrube nicht einfach mit geraden Wänden aushebt, sondern je nach Bodenbeschaffenheit einen Winkel von 45° einhalten muss, ergibt sich automatisch ein Hausabstand zur Grundstücksgrenze, welcher mindestens der Kellertiefe entspricht.

Nachdem die Äußerlichkeiten geklärt waren, ging’s an die inneren Werte. Dabei sind wir Zimmer für Zimmer vorgegangen, haben nochmal jede Einzelheit überprüft und gegebenenfalls angepasst. Dinge die wir verändert haben sind zum Beispiel:

  • Das Gäste WC auf Kosten des Windfangs vergrößert
  • Den Glaseinsatz der Eingangstür so umgestellt, damit mehr Licht in den Flur und sogar das Wohnzimmer gelangt
  • Im Kinderbad die Toilette entfernt und die Dusche angepasst
  • Einen weiteren Türdurchbruch im Keller hinzugefügt, damit man den großen Raum später teilen kann
  • Fenster ausgerichtet

Da wir uns an einigen Punkten nicht sofort für eine Lösung entscheiden konnten, haben wir diese Überlegungen als Hausaufgaben mitgenommen. Auch müssen wir uns darum kümmern diverse Anschlusspläne zu beschaffen. Da wir mit der bisherigen Leistung unseres Architekten sehr zufrieden waren, haben wir ihn noch beauftragt die Vermessung durchzuführen und die Entwässerungspläne zu erstellen. So haben wir das auch alles aus einer Hand.

Wir haben Geld

oder besser gesagt Schulden 🙂

Wie im letzten Beitrag schon erwähnt, ist auch unsere Finanzierung gesichert. Nachdem ich oft gelesen hatte, dass es ein sehr langwieriger Prozess sein kann, bis die Bank zufrieden ist und dem Kredit zustimmt, hatte ich schon etwas Sorge. Immerhin wollen wir ja keine kleine Summe. Aber wir hatten wohl Glück. Der ganze Prozess vom ersten Gespräch bis zur Unterschrift hat nur einen Monat gedauert.

Am 3. Dezember hatten wir das erste Mal telefonisch Kontakt mit dem LUXHAUS Finanzierungsservice. Dabei haben wir mit Herrn F. die Rahmenbedingungen geklärt. Also Fragen wie:

  • Wie viel Geld brauchen wir?
  • Wie viel Eigenkapital (in unserem Fall das Grundstück) bringen wir mit?
  • Planen wir Eigenleistungen (Stichwort Muskelhypothek)?
  • Wie sieht unsere Einkommenssituation aus?
  • Was sind unsere regelmäßigen monatlichen Ausgaben?

Wir haben dann auch gleich einen persönlichen Termin für den 9. Dezember (ein Sonntag!) vereinbart. Natürlich fand auch dieser Termin wieder bei uns zu Hause statt. Schon im Vorfeld, nur wenige Tage nach dem Telefonat, hatten wir zwei Angebote im Mail-Postfach. Diese sind wir dann persönlich nochmal durchgegangen und zusätzlich hat er uns noch ein neues, schon ganz genau auf uns zugeschnittenes (also nicht einfach aus dem Finanzierungsportal) Angebot von der Hypovereinsbank mitgebracht. LUXHAUS hat wohl die letzten Jahre sehr viel mit der HVB finanziert und bekommt deshalb dort spezielle Konditionen.

Obwohl das Angebot sehr gut war (unter 2% auf 20 Jahre bei unsere Summe ist schon echt nicht übel) haben wir uns natürlich noch Gegenangebote machen lassen. Letztendlich konnte aber sonst keiner mithalten und wir haben das Angebot von der HVB angenommen.

Also haben wir in verschieden Formularen haarklein aufgeschlüsselt, welche Einkünfte, monatliche Kosten, weiteres vorhandenes Kapital etc. wir haben. LUXHAUS hat für uns den Teil zur Immobilie (Größe, Lage, Energie-Effizienz, Heizungsanlage etc) ausgefüllt. Dann ging das Daumendrücken an, dass wir auch „gut genug“ für die Bank sind. Es kamen noch ein paar Nachfragen, aber pünktlich zu Weihnachten am 21.12. hatten wir die Zusage von der Bank.

Weil natürlich über die ganzen Feiertage nichts ging und wir auch gar nicht da gewesen wären, haben wir „erst“ am 3. Januar einen Anruf von der HVB für den Unterschriften-Termin bekommen. Den Termin haben wir dann gleich für den nächsten Tag vereinbart. Dort sind wir nochmal alle Formulare durchgegangen, haben uns alle Klauseln und Kleingedrucktes genau erklären lassen und unterschrieben. Jetzt können wir quasi loslegen!