Wir warten…

… nun schon eine ganze Weile gespannt auf die Ergebnisse unsere Baugrundgutachtens. Bisher haben wir da nämlich noch nichts gehört. Die nächsten zwei Tage ist unser Projektleiter wohl nicht per Mail zu erreichen. Deswegen wird sich das auch vor Mittwoch nicht ändern. Bisher war die Warterei ganz gut zu ertragen, weil wir im Urlaub waren, aber so langsam brennt uns das schon unter den Nägeln, weil da doch einiges dran hängt.

Dafür lag das Angebot der infra für den Hausanschluss (Strom, Wasser und Internet) im Briefkasten als wir heimkamen. Es deckt sich sehr gut mit dem, was wir eingeplant haben, wir haben sogar noch ein kleines Polster. Leider wollen sie zusätzlich zu den Kopien der Dienstbarkeitsbestellungen nochmal schriftlich von unserem Nachbarn, dass sie dessen Privatweg auch tatsächlich aufgraben dürfen, was natürlich wieder Mehraufwand für uns bedeutet.

Baugrundanalyse

Heute haben die Bohrungen für unser Bodengutachten stattgefunden. Wir wollten wieder dabei sein. Am Dienstag Nachmittag kam der Anruf bekommen, dass man uns kurzfristig einschiebt. Der Termin sei für Donnerstag Vormittag angesetzt. Gut, dass wir beide von der Arbeit aus schnell am Grundstück sein können. Die Kommunikation klappe wieder einwandfrei, ca. 1 Stunde bevor die Geotechnik-Firma vor Ort war haben sie uns per Telefon informiert.

Für die Analyse haben die Geotechniker Proben an zwei gegenüberliegenden Ecken unseres Hauses entnommen. Dafür werden hohle Stangen ca. 5 m tief in den Boden gerammt.

Beim Herausziehen der Stangen kommt dann logischerweise das Erdreich mit heraus und man kann die verschiedenen Schichten begutachten:


Jetzt haben wir zwei unscheinbare Löcher auf dem Grundstück und warten gespannt auf die Ergebnisse. Für unsere laienhaftes Augen sah es leider nach ziemlich viel Sand aus. Das wäre insbesondere wegen der Straße nebenan nicht so günstig für uns, weil wir ja nicht wollen, dass sie in unsere Baugrube abrutscht. Dafür müssten wir also extra Absicherungen einplanen oder das Haus doch weiter ins Grundstück reinrücken.

Loch im Boden

Update: Aufgrund der Unsicherheiten was die Tragfähigkeit des Bodens angeht, werden wir den Planungsabschluss und den Bauantrag noch verschieben, bis wir die Ergebnisse haben. Eventuell wird nochmal ein wenig umgeplant.

Wir waren fleißig

und haben das erste richtig schöne frühlingshafte Wochenende genutzt und uns an den Garten gemacht. Der ursprüngliche Plan war zunächst nur die Bäume weg zu machen, die in unserer Baugrube stehen würden. Nachdem der erste aber gleich umgefallen ist, als wir mit dem fällen anfangen wollten und die anderen Bäume nicht viel besser aussahen, haben wir entschlossen alle Obstbäume zu fällen.

Eigentlich dachten wir auch, dass wir den hinteren Walnussbaum wegen der Baumschutzverordnung stehen lassen müssen, aber nach genauem Nachmessen stand fest, er kann doch weg. Das war natürlich eine größere Herausforderung. Schließlich war der mehrere Meter hoch. Aber wir haben ihn ab bekommen ohne irgendwas kaputt zu machen. Das Holz haben wir jetzt erstmal zum Trocknen gelagert. Eventuell wird es in ein paar Jahren mal in der Holzwerkstatt im Keller verarbeitet.

Jetzt sieht es schon fast leer aus, aber es kommen ja wieder neue Bäume hin. Erstmal wird aber noch leerer. Wir haben das Gartenhaus verkauft. Ich hatte es mehr aus Spaß auf ebay gestellt, hatte aber nicht mit diesem Zulauf gerechnet. Noch am selben Tag hatten wir 5 Anfragen und eine Besichtigung. Der Käufer hat dann auch gleich zugesagt und eine Anzahlung da gelassen. Im März wird er es abbauen und mitnehmen.

Nach ein paar Eindrücke:

Ver- und Entsorgungspläne

Es hätte alles so einfach sein können… LUXHAUS bietet nämlich an sich um sämtliche Anschluss (Wasser, Abwasser, Strom, Internet) zu kümmern und die ganze Kommunikation mit den Versorgern zu übernehmen. ABER… bei uns klappt das nicht. Unser Grundstück ist ja komplett über Privatwege erschlossen ist und es war anfangs auch nicht so genau bekannt, wem welche Leitungen bzw Kanäle darin überhaupt gehören etc. Also alles in Allem etas kompliziert. Unser LUXHAUS Berater hat uns deswegen von dem Service abgeraten. Da laufen wir Gefahr, dass Probleme viel zu spät bekannt werden würden. Wir dürfen also selbst von Pontius zu Pilatus laufen.

Allerdings muss ich sagen, bisher lief das alles ganz gut und mit weit weniger Aufwand als erwartet:

Versorgung

Strom, Wasser und Internet bekommen wir aus einer Hand bei der infra Fürth. Also das Internet kommt natürlich von der Telekom, aber die infra verlegt das mit. Gas würden wir dort auch bekommen, brauchen wir aber ja nicht, weil wir komplett mit einer Luft-Wasser-Wärmepumpe heizen werden.

Zuerst haben wir uns eine Planauskunft eingeholt. Also eine Karte, auf der genau eingezeichnet ist, wo welche Kabel laufen. Die kann man erfreulicherweise einfach online beantragen und bekommt sie dann als pdf – sehr angenehm. Das Nächste ist dann der Antrag auf einen Hausanschluss. Das ist ein zweiseitiges Formular, das man auch online herunter laden kann und dann per Mail schickt. Dazu brauchen wir jetzt noch zwei Pläne von unserem Architekten. Einmal den Lageplan mit eingezeichnetem Haus und einmal den Grundriss des Kellers. Dann macht die infra uns ein Angebot, das wir im Grunde annehmen müssen, weil es keine Alternative gibt.

In der Planauskunft konnten wir dann auch lesen, dass die verlegten Stromleitungen komplett der infra gehören und es somit keine Probleme mit Anschlussrechten geben sollte. Das hat uns natürlich sehr gefreut, weil das bisher so ein bisschen unsere Sorge war.

Entsorgung

Unser zweites Sorgenkind ist der Kanal. Es gibt einen alten und einen neuen Kanal in der Straße. Anschlussrecht haben wir auf den alten. Über den haben wir schon die verschiedensten Sachen gehört. Von „völlig in Ordnung“ über „versandet“ bis „komplett marode“ war alles dabei. Deshalb bleibt uns da nichts anderes übrig, als von einer Kanalfirma eine Kamerabefahrung machen zu lassen, damit wir keine bösen Überraschungen erleben, wenn es dann Zeit für den Anschluss ist. Die ist für Freitag geplant.

Vorher haben wir uns schon durch das Archiv der Stadt Fürth gewühlt und Pläne von den Kanälen gesucht und auch gefunden. Dabei haben wir auch herausgefunden, dass der neue Kanal nicht gebaut wurde, weil der alte kaputt war. Der alte hatte schlicht nicht die Kapazitäten für alle Häuser. Das gibt uns natürlich Hoffnung, dass doch alles in Ordnung ist.

Alle Infos und Pläne, die wir so jetzt zusammen bekommen haben, haben wir an LUXHAUS und unseren Architekten weitergeleitet, damit der dann demnächst die Pläne für unseren Bauantrag finalisieren kann.

Grillen

Um unsere neuen Nachbarn ein bisschen besser kennen zu lernen, haben wir ein kleines Grillfest auf unserem Grundstück veranstaltet. Wir haben alle angrenzenden Nachbarn eingeladen. Erfreulicherweise sind fast alle gekommen. Alle waren sehr nett und es gab sogar Kuchen und eine Flasche Sekt.

Nur das Wetter hat nicht so mitgespielt. Wir standen also mit unserem geliehenen Grill und zwei Kästen Bier in Regen und Kälte. Trotzdem war es sehr angenehm. Wir haben auch noch ein paar Infos über beispielsweise die Bodenbeschaffenheit bekommen. Auch wenn es nur ein ernüchterndes „Also bei uns war alles drin, Lehm, Felsen, Wasserlinsen“ war. Umso gespannter sind wir auf unser Bodengutachten.