Bemusterung – Teil 3

Gut gestärkt ging es am nächsten Tag weiter mit der Bemusterung. Zunächst nocheinmal mit dem Thema Badplanung. Es war eine nette Dame aus der Fachabteilung da, die mit uns nochmal die Grundriss unserer Bäder durchgegangen ist. Wir haben besprochen, wie breit unsere Vorwände sein sollen und wie hoch unsere Sanitärgegenstände (Waschbecken und Toiletten) hängen sollen. Außerdem haben wie geklärt wie weit die Dusche im Erdgeschoss gemacht werden soll. Diese wollen wir ja nur vorbereiten, falls wir feststellen, dass wir noch eine zusätzliche Dusche im Haus brauchen. Dort werden also die Wasserleitungen gelegt und der Abfluss gemacht. Der Abfluss im Boden wird einfach überfliest und die Wasserauslässe bekommen Abdeckungen. So können wir da ohne große Zerstörung mal eine Armatur anschließen. Die Bodenfliesen müssen wir dann aufgebohren, aber da kommt sowieso die Duschwanne drauf.

Ein bisschen Elektroplanung

Im zweiten Schritt war noch jemand aus der Elektro-Abteilung da und ist mit uns unsere Planung durchgegangen und hat uns wertvolle Praxistipps gegeben. Das war sehr hilfreich, insbesondere die Hinweise und Ideen, wie wir unsere Tür- und Fenstersensoren realisieren können. Was wohl nicht so einfach funktioniert, sind unsere Spots im Bad. Da die, die wir einbauen wollten ziemlich tief sind, würden sie die Dampfsperre durchbrechen und wir bräuchten sehr teure Einbaukästen. Wir überlegen gerade ob wir mir Aufbauspots arbeiten werden oder eine ganz andere Lösung finden. Auch die tollen Steckdosen in der Fensterlaibung werden wohl nicht realisiert. Dort ist relativ wenig Platz und es gibt keine passenden Unterputzdosen, die entsprechend dicht sind. Wir dürfen ja auch nicht die Gebäudehülle beschädigen, weil wir ja für das Effizienzhaus da hohe Auflagen haben.

Weiter geht’s mit den Fliesen

Dann haben wir die restlichen Fliesen ausgesucht. Die auffälligsten Fliesen bekommt definitiv das Kinderbad:

Fliesen
Fliesen fürs Kinderbad

Anmerkung: Die Farben auf den Fotos kommen leider nicht wirklich gut rüber.

Die violetten Dekorfliesen kommen in die Ecke wo die Dusche stehen wird, eine Reihe auf jeder Seite. Die restlichen Fliesen werden weiß mit einer leichten Struktur. Weiter gemacht haben wir dann mit den Fliesen für die Toilette. Diese werden einen beige Ton haben und die oberste Reihe bekommt ein leichtes Muster. Die selben beigen Fliesen kommen auch ins Elternbad. Dort werden sie mit Holzfliesen kombiniert, die um die Badewanne herum und an die Stirnseite unserer Dusche kommen. Leider haben uns die Holzfliesen, die in der LUXHAUS Boutique vorhanden haben alle nicht überzeugt. Aber auch das war kein Problem, denn unser Projektleiter hat direkt vor Ort einen Termin bei Keramundo in Nürnberg ausgemacht. Dort bezieht LUXHAUS seine Fliesen und die Auswahl ist vor Ort natürlich noch wesentlich größer.

Fliesen
Fliesen fürs Hauptbad und das WC

Auch die Fliesen für das Gästebad waren dann schnell entschieden. In die Fliesen hatte sich die Bauherrin von Anfang an verliebt und der Bauherr hat nachgegeben 🙂 Wir werden einen grauen Streifen auf ca. 1,20m Höhe bekommen und darüber eine schmale Edelstahlleiste, so ähnlich wie auf dem Foto, nur das unser Streifen 2 Fliesen breit ist:

Fliesen
Fliesen für unser Gästebad
Byebye Traumfliese

Natürlich mussten wir auch hier immer noch die entsprechende Fugenfarbe dazu aussuchen. Während der Bauherr kurz ein wichtiges Telefonat geführt hat, hat die Bauherrin zusammen mit dem Projektleiter nochmal ihre absoluten Traumfliesen begutachtet und überlegt, ob man die noch irgendwo unterbringen kann:

Bodenfliesen
Bodenfliesen

Die einzige Stelle, die noch vorstellbar war, wäre der Boden der Dusche gewesen. Leider ist der Farbton zwar ähnlich zu den restlichen Bodenfliesen, aber doch zu weit weg. Außerdem hatte ich Bedenken, weil es ja doch relativ kleine Fliesen und ziemlich viele Fugen geworden wären. Ich stelle mir das gerade in der Dusche echt furchtbar zum Putzen vor. Deshalb hat hier die Vernunft gesiegt und die Fliesen wurden gestrichen.

Pizza, Sekt und Kleinigkeiten

Nachdem wir alle Fliesen fix hatten, sind wir zum Mittagessen. Diesmal gab es sehr leckere Pizza. Danach haben wir die Auslässe für die Lüftungsanlage in den Räumen positioniert und uns die Abdeckungen für diese Auslässe angeschaut. Dort waren glücklicherweise bereits die deutlich schönere Design-Variante für uns eingepreist, sodass wir hier keinen zusätzlichen Aufpreis zahlen müssen. Zum Abschluss sind wir das Ausstattungsprotokoll nochmal durchgegangen und haben die Punkte besprochen, die wir bisher vergessen haben:

  • Der Außenwasserhahn wurde platziert. Das hatten wir gar nicht mehr auf dem Schirm und hatten uns entsprechend keine Gedanken gemacht.
  • Zusätzliche Heizlüfter haben wir ausgemustert. Die werden von LUXHAUS für die Bäder mit eingeplant, damit sie sicher die für Bäder geplanten 24 Grad erreichen können, auch wenn es draußen sehr sehr kalt ist. Zum einen ist das Szenario sehr unrealistisch und zum anderen kann ich mir so einen Heizlüfter auch einfach selber kaufen, wenn ich feststelle, dass ich einen haben möchte.
  • Die Heizung haben wir nochmal diskutiert. LUXHAUS wollte uns gerne eine andere Heizungsanlage einbauen, weil diese einen größeren Warmwassertank hat. Nachdem wir uns aber extra für diese Heizungsanlage entschiedenen hatten wegen der BAFA Förderung, haben wir uns, nach Rücksprache mit Herrn S., gegen die Änderung entschieden.
  • In der Küche wird eine Verstärkungsplatte in die Decke eingebaut, damit wir unsere Dunstabzugshaube ordentlich aufhängen können.
  • LUXHAUS braucht noch die Bodenhöhen für die Räume, um die wir uns selbst kümmern, damit sie den Estrich entsprechend anpassen können. Außerdem wurden wir darauf aufmerksam gemacht, dass wir die Dehnungsfugen im Estrich nicht einfach mit Boden „überlegen“ dürfen. Da werden wir aber wohl ohnehin nur an den Raumgrenzen welche haben.

Zum Abschluss gab es dann noch ein Gläschen Sekt und wir haben uns wieder auf den Heimweg gemacht.

Hier geht’s zum vorherigen Tag.

Baustellengespräch

Der Mittwoch fing früh an. Erst mal noch Kaffee und Teewasser für das Baustellengespräch kochen. Ich hab die Kids schnell in die Kita gebracht und Peter ist am Bäcker vorbei und mit Butterbrezen gewappnet aufs Grundstück gefahren. Dort haben wir uns mit einem Mitarbeiter der Erdbaufirma und unseren Bauleitern für Keller und Haus getroffen. Wieder einmal sehr netter Kontakt, aber das deckt sich ja mit unseren bisherigen Erfahrungen.

Zufahrt, Kran und Bagger

Zunächst haben wir die Zufahrt zum Grundstück inspiziert. Dort müssen einige Kanaldeckel abgedeckt werden, damit sie nicht kaputt gehen, wenn der große Kran oder die LKWs drüber fahren. Eventuell müssen wir unseren Nachbarn bitten, seinen Baum etwas zu stutzen, da die Äste sehr weit in die Straße hineinragen. Sonst gab es keine großartigen Probleme, obwohl die Zufahrt zu unserem Grundstück sehr eng ist.

Dann ging es um das Thema Kranstellplatz. Da haben wir zwei Möglichkeiten identifiziert. Diese besprechen wir jetzt mit unseren Nachbarn, damit wir die Lösung finden, die für alle am besten ist. Also Hausaufgabe Nummer 1 für uns. Der Bereich vor unserem Haus wird auf jeden Fall bis zur Grundstücksgrenze geschottert und verdichtet. Dort werden LKWs und sonstiger Lieferverkehr parken. Später ist das für uns auch gut, weil wir dort ja auch erstmal unsere Autos einfach abstellen, bis wir unsere Einfahrt und den Carport richtig machen können. Man schleppt zumindest nicht so viel Dreck mit ins Haus, wie bei einer Matsch-Wüste. Hausaufgabe Nummer 2 war dann auch direkt Baustrom und Bauwasser abzuklären. Dazu müssen wir auch ein wenig darauf hoffen, dass Anfang März kein Frost mehr ist. Sonst könnte Bauwasser problematisch werden.

Kellerbemusterung

Als es dann angefangen hat zu regnen, haben wir das Gespräch in ein Café verlegt. Dort sind wir unsere Kellerpläne durchgegangen und haben zum Beispiel alle Fenster überprüft. Außerdem haben wir festgelegt auf welcher Seite die glatte Oberfläche der Betonwände sein soll. An dieser Stelle haben wir uns auch dafür entschieden die Elektroinstallation im Kellerflur und im kleinen Hobbyraum in Unterputz auszuführen. Die entsprechenden Vorbereitungen wie Leerrohre und Unterputzdosen werden dann gleich in den Beton eingearbeitet. Auch wurde nochmal explizit festgehalten, dass es sich bei unserer Treppe um eine Podesttreppe handelt, damit nicht standardmäßig eine Wendeltreppe eingebaut wird.

Das gefühlt wichtigste an diesem Termin war aber, dass der Erdbauer und der Kellerbauer sich abgesprochen haben, wie der Boden vorbereitet wird. Es klingt eigentlich nach einem gar nicht so langen Termin, trotzdem haben wir fast 3 Stunden damit zugebracht.